AIM-Special Briefing Leiden 2026

16.07.2026

Am 22. und 23. Juni 2026 kamen die Mitglieder der AIM in Leiden zur Generalversammlung zusammen. Im Mittelpunkt standen die Ergebnisse der Amtszeit 2023–2026, die Wahl eines neuen Präsidiums sowie die strategischen Prioritäten für die kommenden Jahre.

Yannick Lucas wurde zum neuen Präsidenten der AIM gewählt. In seiner Antrittsrede betonte er, dass die AIM globale Repräsentation mit einer starken regionalen Führung verbinden müsse. Solidarität, Humanismus und Demokratie sollen dabei weiterhin die Grundlage der gemeinsamen Arbeit bilden. Loek Caubo, der die AIM sechs Jahre lang geleitet hatte, wurde zum Ehrenpräsidenten ernannt. Verena Nold erhielt die Ehrenmitgliedschaft.

Auch die regionalen Ausschüsse berieten über ihre zukünftige Arbeit. In Afrika und im Nahen Osten standen die regionale Zusammenarbeit, die Digitalisierung der Krankenversicherung und eine stärkere Präsenz der AIM im Mittelpunkt. Der Lateinamerika-Ausschuss beschäftigte sich unter anderem mit sozialen Ungleichheiten, Klimawandel, Cyberrisiken und der Rolle der Sozial- und Solidarwirtschaft. Im Europäischen Ausschuss diskutierten die Teilnehmenden über eine patientenorientierte und nachhaltige Gesundheitsversorgung sowie über einen besseren Zugang zu wirksamen und bezahlbaren Arzneimitteln.

Für die neue Amtszeit bestätigte die Generalversammlung fünf zentrale Prioritäten:

  • solidaritätsbasierte Gesundheits- und Pflegesysteme stärken
  • patientenorientierte Innovation und Digitalisierung fördern
  • faire Preise für Arzneimittel sicherstellen
  • Prävention und Gesundheit in allen Politikbereichen verankern
  • die internationale Zusammenarbeit für einen universellen Zugang zur Gesundheitsversorgung ausbauen

Mit dem neuen Präsidium und dem Arbeitsprogramm für 2026–2029 will die AIM ihre Mitglieder stärker vernetzen, ihre regionale Zusammenarbeit vertiefen und sich weiterhin für gerechte, solidarische und nachhaltige Gesundheitssysteme einsetzen.