AIM-Delegation stärkt solidarische Gesundheitszusammenarbeit in Argentinien und Uruguay

03.08.2025

Vom 21. bis 25. Juli führte eine Delegation des Internationalen Verbands der Gegenseitigkeitsgesellschaften AIM eine offizielle Mission nach Argentinien und Uruguay durch. Die Reise festigte die Beziehungen zu AIM-Mitgliedern und anderen mutualistischen Organisationen in Lateinamerika und bekräftigte das Engagement der AIM für solidarische Gesundheitssysteme.

In Buenos Aires wurde AIM von der Confederación Argentina de Mutualidades und ihrem Präsidenten Alejandro Russo empfangen, der auch AIM-Vizepräsident für Lateinamerika ist. Das Programm umfasste Treffen mit nationalen Behörden und Führungskräften der Mutualitäten. Die AIM-Vertreterinnen und Vertreter, darunter Präsident Loek Caubo, sowie die Vizepräsidenten Yannick Lucas, Verena Nold, Abdelaziz Alaoui und Fabio Secci, Direktor der CMCM in Luxemburg, und vom AIM Team Mar Moncosí Saballs und Sibylle Reichert, trafen Dr. Marcelo Collomb, Präsident des Nationalen Instituts für Verbandwesens und Sozialwirtschaft, sowie Mitglieder der Parlamentskommission für Genossenschaften und Mutualitäten unter Vorsitz des Abgeordneten Eduardo Toniolli.

CAM und FAMSA veranstalteten zudem einen Kongress zum Mutualismus im Gesundheitswesen mit dem Titel Globale Herausforderungen, solidarische Antworten. Er brachte Führungskräfte aus Argentinien und dem Ausland zusammen, darunter den argentinischen Gesundheitsminister Mario Lugones. Diskutiert wurden hohe Arzneimittelkosten, demografischer Wandel und die Rolle von künstlicher Intelligenz im Gesundheitswesen. Der Beitrag der oben genannten Delegation, einschließlich die Vorstellung des AIM EU Modells über faire Preise, zeigte auf, wie Krankenkassen und Versicherungsgesellschaften auf Gegenseitigkeit konkrete Lösungen für solidarischen und nachhaltigen Zugang zur Versorgung bietet.

Die Delegation besuchte bedeutende Einrichtungen wie die spanischen und italienischen Krankenhäuser von La Plata, seit über 140 Jahren leuchtende Beispiele für Solidarität undResilienz. Das Treffen mit der Mutual Association of Private Practice Physicians AMUMAP verdeutlichte die Stärke und Innovationskraft der argentinischen Bewegung.

In Uruguay traf die Delegation Gesundheitsministerin Cristina Lustemberg, um sich über das nationale System und pharmazeutische Herausforderungen auszutauschen. Es zeigten sich gemeinsame Anliegen, wie steigende Arzneimittelpreise, demografische Veränderungen und die Notwendigkeit, Innovation und Chancengleichheit in Einklang zu bringen, im Sinne eines neuen Gesellschaftsvertrags im Gesundheitswesen.

AIM betonte, dass globale Zusammenarbeit, gegenseitiges Lernen und offener Dialog Schlüssel sind, um solidarische Systeme zu bauen, die universellen Gesundheitsherausforderungen begegnen. Der Austausch bestätigte, dass Krankenkasse und Versicherungsgesellschaften auf Gegenseitigkeit  nicht nur Geschichte sind, sondern eine lebendige Kraft für die Zukunft der Gesundheit weltweit.